01.05.09 TElSINGTON – DER ERsTE WHIsky Aus DEM FüRsTENTuM

 

Text: Christian Fiedier / Fotos: Telser Ltd. - Es ist soweit. Die Brennerei Telser bringt den allerersten Liechtensteiner Whisky auf den Markt. Marcel Telser, Brennmeister der 4. Generation, setzte sich auf seinen unzähligen Reisen, die er durch die schot- tischen Gefielde unternahm, intensiv mit der Herstellung von Whisky auseinander. Jahre und unzählige Gespräche mit schottischen Brennmeistern vergingen, bis der Entschluss zur Umsetzung der Idee „1. Liechtensteiner Whisky“ gefallen ist.

Mit viel Geduld zu einem hervorragenden Whisky

Im Mai 2006 wurde die Gerstenmischung definiert und unter fachkundiger überwachung in den kupferkesseln der Telser Brennerei von Hand eingemaischt. Nach der Einmaischung ruhte die Würze für zehn Tage bei Idealtemperatur für die Vergärung. Anschliessend wurde die Maische von Marcels Vater Sebastian Telser, Brennmeister mit über 40 Jahren Erfahrung, in den Kupferkesseln mit der altbewährten Holzbefeuerung destilliert. Dieses Verfahren erfordert Erfahrung, Ge- duld und Feingefühl, verleiht dem Destillat aber einen unverwechselbaren Charakter.

 

In den letzten Jahren lagerte der Whisky im eigenen, über 500 Jahre alten Gewölbekeller mit Naturboden. In einem gebrauchten Pinot-Noir-Barrique-Fass reifte er zu einem milden, vom Charakter her mittelschweren Whisky mit einer wohldosierten Torfnote aus.

 

Die Brennerei Telser selbst wurde bereits 1880 das erste Mal urkundlich erwähnt. „seit ein Journalist eines Whisky-Magazins bei uns war, unseren Whisky vordegustierte und ihm ein sehr gutes Zeugnis ausstellte, häuften sich die Anfragen.“ Aus diesem Grund verkauft die Brennerei Telser seit kurzem Zertifikate, die zum Bezug einer Flasche des ersten liechtensteiner Whiskys „Telsington“ berechtigen. lediglich 360 Flaschen werden im Jahr 2009 in einzigartige Flaschen abgefüllt.

 

Brennjahr: 2006

Brennmeister: Marcel & Sebastian Telser

Fass: Gebrauchtes Pinot Noir Barrique

Farbe: Bernstein

Charakter: mild, mittelschwer mit einer wohldosierten Torfnote

Abfüllungsjahr: 2009

Flaschengrösse: 50 cl

Alkoholgehalt: 42 % Vol.

Limitierung: 360 numerierte Flaschen

 

 

01.01.07 WARUM DIE BESTEN SCHNÄPSE DER SCHWEIZ OFTMALS AUS DEM LIECHTENSTEIN KOMMEN

 

Text: Paul Meier / Fotos: Daniel Angehrn - Es war 2001, als eine renommierte Schweizer Tageszeitung titelte: „Der beste Kirsch der Schweiz kommt aus dem Liechtenstein!“ Was damals noch einen mittleren Skandal unter den Schweizer Schnapsbrennern auslöste, ist in den letzten Jahren schon fast Alltag geworden. So auch in diesem Jahr, als die Brennerei Telser aus dem liechtensteinischen Triesen sieben Schnäpse zur Bewertung eingereicht und sechs Goldmedaillen am Schweizer Schnapsforum gewonnen hat. Ein Schnaps wurde in seiner Kategorie gar zum Schnaps des Jahres gekürt.

 

Was die wenigsten wissen: Die Brennerei Telser gibt es bereits seit 1880 und wird heute in der vierten Generation von Marcel Telser geführt. Sein Vater und Inhaber, Sebastian Telser, hat sich mit seinen über 40 Jahren Erfahrung in harter Arbeit den Ruf eines renommierten Brenners geschaffen. Diese Erfahrung hat er in den letzten Jahren seinem Sohn Marcel weitergegeben, der nun die Geschicke der Brennerei lei- tet. Es ist seine Berufung, aber nicht sein Beruf. Denn Marcel Telser ist studierter Jurist und arbeitet bei einer grossen Liechtensteiner Bank. Das Schnapsbrennen ist ein Hobby, allerdings eines, das sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Über 30 verschiedene Destillate stehen in dem kleinen Verkaufsladen, der an die Brennerei angeschlossen ist.

 

„Rohstoffe in ihrer besten Qualität sind die unverzichtbare Grundlage für ein erstklassiges Destillat“, weiss Marcel Telser. „Die Vergärung dieser Rohstoffe ist ein heikler Prozess, der ein hohes Mass an Sorgfalt, Geduld und tägliche Kontrolle erfordert. Und die anschliessende Destillation ist ein kreatives Spiel mit wenigen Akteuren: loderndes Feuer, ausgeprägte Geduld und langjährige Erfahrung. Wir sind praktisch die einzige Brennerei, die noch mit Holzfeuerung Schnaps brennt. Das verlangt sehr viel mehr Fingerspitzengefühl und lässt sich nicht automatisieren.“

 

Die Erfahrung, aber auch die Leidenschaft fürs Schnapsbrennen hat dazu geführt, dass die Brennerei Telser mittlerweile zu den renommiertesten Brennereien im deutschsprachigen Raum zählt.

 

„Die Nachfrage steigt ständig an, obwohl es unsere Destillate eigentlich nur in unserem kleinen Laden in Triesen zu kaufen gibt“, erzählt Marcel Telser. Das soll sich aber bald ändern. Viel Geld hat Marcel Telser in den Verkaufsladen investiert, dazu die Etiketten und Verpackungen seiner Schnäpse komplett überarbeiten lassen. Seither hat er unzählige Degustationen und Brennereibesichtigungen für Freunde und Unternehmen durchgeführt. Ein Shop im Internet ist im Aufbau und auch das Projekt, die Spitzendestillate in ausgewählten Restaurants zu platzieren ist in vollem Gange. „Schliesslich wäre es schade, wenn man unsere Goldmedaillenschnäpse nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen würde“, schmunzelt Marcel Telser und macht sich sogleich wieder auf den Weg in seinen Keller, um bei seinem neusten Projekt die Qualität zu überprüfen: Whisky. Ob dieser in ein paar Jahren auch das Zeug zur Goldmedaille hat? Wundern würde es niemanden.

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