07.12.2009 Höchstnoten für den Telsington

 

lv - Der eine, Jim Murray, ist der weltweit anerkannte «Whisky-Papst» und Herausgeber der alljährlich erscheinenden Whisky Bible. Der andere, Telsington, ist der erste Whisky aus dem Fürstentum Liechtenstein, der seit Juli 2009 auf dem Markt ist. Beide haben sich gefunden. Und wie!

Mit sensationellen 94 Punkten fand der Telsington nicht nur Aufnahme in die Whisky Bible, sondern wird darin auch in der Kategorie „Superstar Whiskies, welche uns Grund zum Leben geben“ geführt.

Arthur Nägele, Ausbildungsleiter der Spiritousenakademie, urteilt über den Telsington: «Dies ist von der Nase, dem Gaumen und der Beschaffenheit ein richtiger Whisky, wie Ihn Liebhaber kennen und schätzen – und noch viel wichtiger: auch Erkennen. Beeindruckend auch, wie er seinen eigenen lokalen Charakter durch den Ausbau in Blauburgunderfässern unterstreicht. Von diesem Produkt können sich etliche alpine Whiskeybrenner etwas abschauen, der Telsington ist für mich ein Paradebeispiel, wie lokal produzierter Whiskey sich präsentieren kann, ohne dabei nur ein Getreidebrand im Holz zu sein. Malzig, ein Hauch Tabak, Cacao und weiche Pinot Noir Noten.»

 

Und der Whisky-Papst Jim Murray geht in seinen Ausführungen gar einen Schritt weiter und ergänzt: «Dies ist nicht nur ein guter Whisky – er ist herausragend! Viel, viel besser als er eigentlich das Recht hat, beim ersten Mal zu sein. (...) Ich muss unbedingt die Hand des Erzeugers dieses Whiskys schütteln! Dies ist der unterhaltsamste, köstlichste Whisky aus dem Binnenland Europas, den ich dieses Jahr probiert habe.»

 

Mit den Erzeugern sind Sebastian und Marcel Telser gemeint, Vater und Sohn, die im Jahr 2006 mit dem Experiment Whisky begannen und das nun, nach jahrelanger Reifung in einem gebrauchten Pinot-Noir-Barrique-Fass im über 500 Jahre alten Gewölbekeller zum Erfolg kam. Lediglich 560 Flaschen des ersten Liechtensteiner Whiskys sind auf dem Markt. Mehr als die Hälfte davon ist bereits verkauft. Die restlichen Flaschen werden im schmucken Verkaufsladen in Triesen oder im eigenen Webshop unter www.brennerei-telser.com den Weg zu Whisky-Liebhabern finden. Danach ist Warten abgesagt. Das zweite Fass Telsington steht zwar bereit, doch dauert dessen Reifung noch bis Mitte nächsten Jahres ...

Bild: Mit sensationellen 94 Punkten fand der Telsington nicht nur Aufnahme in die Whisky Bible, sondern wird darin auch in der Kategorie «Superstar Whiskies, welche uns Grund zum Leben geben» geführt.

 

21.11.2009 Auf zum Treberwurstessen

 

Das Dutzend ist voll: Bereits zum 12. Mal werden in der Brennerei Telser in Triesen Treberwürste kredenzt. Sie werden im Brennhafen, der zuvor das Material zu den bekannt guten Schnäpsen enthielt, gegart, was den Wurstwaren einen unvergleichlich pikanten Geschmack verleiht.


Ab 11 Uhr erwarten heute die Brennmeister und ihr Team kulinarisch interessierte Besucher. Ein Blick in die Brennerei ist selbstverständlich gestattet.

 

20.07.09 Nach 130 Jahren Erfahrung nun der erste Whisky

 

pd - Marcel Telser, Brennmeister der 4. Generation (Bild links), und sein Vater Sebastian Telser haben frischen Wind in die traditionsreiche, liechtensteinische Brennerei Telser gebracht. Statt an herkömmlichen Birnen und Pflaumen, Äpfeln und Kirschen haben sie zum ersten Mal ihr Können an Gerste unter Beweis gestellt.

Schon vor drei Jahren wurde in der Brennerei eine ausgewogenen Gerstenmischung von Hand eingemaischt und bei Idealtemperatur vergoren. Anschliessend hat Sebastian Telser daraus über Holzfeuer Whisky destilliert. Dieser lagerte seither im Telserschen Gewölbekeller in einem gebrauchten Pinot-Noir-Barrique-Fass, in dem er zu einem milden, mittelschweren Whisky ausreifte. Vergangenen Samstag schliesslich gaben die beiden Brennmeister den ersten Liechtensteiner Whisky zur Verkostung frei.

 

Die Begeisterung war gross und es war nicht das schottische Wetter, das an diesem Tag herrschte, das Whiskykenner begeisterte. Die nur 360 Flaschen Liechtensteiner Whisky werden reissenden Absatz finden.

 

Anmerkung der Redaktion: Es sind insgesamt 560 Flaschen

 

09.10.04 preisgeKrönte Hochprozentige Sieben Goldmedaillen für Triesner Brennerei Telser am Schweizer Schnapsforum-Wettbewerb

 

Johannes Mattivi - "Mir kamen echt die Freudentränen", gesteht der Triesner Brenner Sebastian Telser. Sieben seiner Destillate gewannen dieser Tage beim Schweizer Schnapsforum Gold, ein Destillat wurde zum "Schnaps des Jahres" erkoren.

 

«Sauber, vollaromatisch, Zitrus, ausgewogen, weich, elegant, mächtig im Gaumen, lang anhaltend»: So lautete kürzlich das Urteil der Jury beim Schweizer Schnapsforum - einem professionellen und etablierten gesamtschweizerischen Verkostergremium über die «Späte Weinbirne Reserve 2004» aus der Brennerei Telser an Triesner Dorfstrasse. Mit diesem Urteil und 19 von 20 möglichen Punkten wurde Telsers «Späte Weinbirne» zum Schnaps des Jahres 2004 in der Kategorie Birnen erkoren.

Mit sieben weiteren Destillaten (Marc Chardonnay 2002 und 2003, Marc Blauburgunder 2003, Weinbrand «Cru exceptionel pour amis» 2003, Gravensteiner 2003 und Golden Delicious 2003) gewann Sebastian Telser zudem jeweils eine Goldmedaille. 63 Brenner und Produzenten aus der ganzen Schweiz hatten diesen Sommer insgesamt 263 Proben zum alljährlichen Experten-Wettbewerb des Schweizer Schnapsforums eingereicht. Die Brennerei Telser war mit ihrem Resultat eine der erfolgreichsten Wettbewerbsteilnehmer - und das schon mit einer kleinen Tradition. Denn bereits 2001 hatte Telser mit einem Kirschbrand den Titel «Schnaps des Jahres» gewonnen, 2003 errang Telser beim Schnapsforum-Wettbewerb fünf Goldmedaillen.

Unerwartete Übernahme

Seit 36 Jahren produziert Sebastian Telser in seinem Hof an der Triesner Dorfstrasse hochprozentige Edelbrände. Damals verstarb unerwartet Sebastian Telsers Schwiegervater und hinterliess einen Bauernhof mit einer über 100 Jahre alten Brennlizenz, einem 100 Liter-Brennhafen sowie einer grösseren Fuhre Obstmost, die noch auf die Destillation wartete. «Ich wusste damals noch nicht, wie man Schnaps brennt», erzählt Telser. «aber dann fragte ich alle alten Bauern der Gegend, die Brennerfahrung hatten, genauestens aus und fing einfach an.»

Treuer Kundenstamm

Im Selbstlernverfahren erwarb sich Sebastian Telser in den Folgejahren die nötige Erfahrung in der Kunst der Destillation, und er baute die Brennerei sukzessive aus. 1986 kaufte Telser einen neuen 120-Liter-Brennhaf'en «von da an gings mit der Produktion aufwärts» -, und vor vier Jahren kam noch ein IS0-Liter-Hafen hinzu.

Inzwischen bedient Sebastian Telser als Lohnbrenner jedes Jahr gut 100 Privatkunden aus ganz Liechtenstein, dem Sarganser-und Bündnerland und bis hinauf ins Toggenburg. Den Kundenstock erwarb sich Telser über die Jahre per Mundpropaganda. Etwa 60 Tonnen Obst und Traubentrester verarbeitet Telser pro Jahr für seine Kunden zu Schnaps, wobei ihm jeder Kunde eine Mindestmenge von 60 Kilo Ware pro Destillation anliefern muss. Für jeden Kunden wird separat gebrannt, etwa drei bis vier Stunden dauert ein Destillationsdurchlauf.

Sorgfalt ist das Um und Auf

Das Geheimnis einer guten Destillation ist zunächst einmal sauber angelieferte, etwa drei Wochen bei ca. 20 Grad Raumtemperatur vergorene Ware aus ausgereiftem Obst, verrät Sebastian Telser. Zu Schnaps verarbeitet wird bei Telser eine sehr breite Palette an Früchten: Äpfel, Birnen,Quitten, Brombeeren, Zwetschgen, Vogelbeeren, ja sogar Orangen hat Telser schon zu Hochprozentigem destilliert. Weiters wichtig bei der Destillation ist die ständige Kontrolle des Brennvorgangs. Telser befeuert seine Brennhafen mit Holz, das erfordert eine genaue Temperaturkontrolle: «Wird das Feuer zu heiss, jagt es den Schnaps durch die Destillerie -das Ergebnis wird ungeniessbar.» Das Destillat muss im richtigen Tempo durch den Brennharen laufen, mit einem Alkometer wird dabei ständig der herausrinnende Schnaps gemessen. Dadurch kann man erkennen, ab wann der Vorlauf beendet ist - der muss nämlich weggeschüttet werden -, von wann bis wann der erwünschte Mittellauf herausrinnt und ab wann der dünnere Nachlauf beginnt, der ebenfalls vom eigentlichen Schnaps abgezogen wird.

Prämierte Edelbrände

Neben der Lohnbrennerei produziert Sebastian Telser auch jährlich 300 bis 400 Liter eigenen Schnaps zum Verkauf. Die edlen, sortenreinen Brände, die mindestens zwei bis drei Jahre gelagert werden, werden zum grössten Teil direkt ab Hofverkauft, ein kleinerer Teil geht an die Gastronomie. Sebastian Telsers Aufgabe ist das Schnapsbrennen - das Abfüllen, Filtrieren, Etikettieren und den Verkauf des Schnapses besorgt seit Jahren sein Sohn Marcel.

Es war vor Jahren Marcel Telsers Idee, mit den hauseigenen Schnäpsen am renommierten Wettbewerb des Schweizer Schnapsforums teilzunehmen. Und wie man an den bisherigen Erfolgen sieht, wahrlich eine «gold»richtige Idee.

 

Bild: Beharrliche Sorgfalt und stiindige Kontrolle Ist das Wichtigste beim Destillieren: Der prämierte Triesner Schnapsbrenner Sebastian Te/ser misst laufend den Alkoholgehalt des Destillats, um genau den erwünschten Mittellauf abzuzweigen

 

18.09.04 In Triesen wird gemostet - Mosterei der Brennerei Telser nimmt ihren Dienst wieder auf

 

Im «Torkel» der Brennerei Telser wird ab sofort wieder jeden Samstag von 9 bis 16 Uhr gemostet. Damit findet eine Tradition nach rund zehn Jahren Pause ihre Fortsetzung.

In der Sitzung vom 31. August ist der Gemeinderat dem Antrag der Kulturkommission gefolgt und hat sich einstimmig für eine Unterstützung der Neuanschaffung der Mosterei-Anlage in Triesen ausgesprochen. Die Gemeinde übernimmt die Hälfte der Investitionskosten in Höhe von maximal 20'000 Franken. Als Gegenleistung wird zwischen der Mosterei und der Gemeinde eine Vereinbarung abgeschlossen, welche unter anderem ein Besuchsrecht für Schulklassen regelt. Nicht auf Gegenliebe ist im Gemeinderat ein Antrag auf Subventionierung des Apfelsaftes gestossen. Der Antrag, der eine Unterstützung von 25 Prozent an den Kosten für jeden in Triesen gepressten Liter Most vorsah, erhielt einzig die Stimme des FL-Abgeordneten Edgar Bargetze.

 

Mit der finanziellen Unterstützung der Gemeinde wurde die Möglichkeit geschaffen, dass die Brennerei Telser diesem Brauch neues Leben einhaucht. "Der Brennerei Telser war es ein Anliegen, diese Tradition fortzuführen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu bieten, ihr Obst auf diese Art zu verwerten. Dank der Unterstützung der Kulturkommission und des Gemeinderats können wir der Bevölkerung wieder die Gelegenheit des Mostens anbieten", so Marcel Telser, Mitglied des Familienbetriebs.

Ab sofort in Betrieb

Marcel Telser freut sich, dass die Brennerei Telser ab sofort den Betrieb der Mosterei im "Torkel" an der Dorfstrasse 67 wieder aufnehmen zu kann. Er betont: "Damit geht ein lang gehegter Traum nicht nur meiner Familie, sondern vieler Freunde dieses Brauchs in Erfüllung. Das neu angeschaffte Mahlwerk mit Waschanlage samt einer auf optimale Mostqualität abgestimmten Packpresse ist ab sofort bis Ende Oktober jeden Samstag von 9 bis 16 Uhr in Betrieb."

 

 

Um einen geregelten Ablauf anbieten zu können, bittet Marcel Telser um eine telefonische Voranmeldung unter der Nummer 392 13 71. "Damit können wir den Kunden unnötige Wartezeiten ersparen", sagt Telser. Des Weiteren seien Interessierte selbstverständlich jederzeit willkommen.

Rund zehn Jahre Pause

Zu Beginn der 90er Jahre musste die Brennerei Telser das Mosten einstellen. Somit fand ein Brauch vorübergehend sein Ende. "Bis anfangs der 90er Jahre wurde in der Brennerei Telser jedes Jahr vor Beginn der Brennsaison rege gemostet. Viele Triesner und Balzner, welche landesweit für ihre Liebe zum Most bekannt sind, brachten ihre Äpfel zum "Waschtl", der sich gerne des Obstes annahm und den Kunden ihren eigenen Most mit nach Hause gab. Die in die Tage gekommene, bestehende Mosterei-Anlage mit Baujahr 1934 musste dann aufgrund von fehlenden Ersatzteilen, hohem Wartungsaufwand und Umbauarbeiten aus dem Torkel entfernt werden. Damit fand der Brauch des Mostens in Triesen ein Ende", sagt Marcel Telser.

Projekt «Hochstämmer»

Der Gemeinderat bekenne sich, sagt Telser, mit dieser Unterstützung für die Mosterei nicht nur zur Erhaltung des speziellen Triesner Kulturguts "Most", sondern er verwirkliche damit auch das Projekt "Hochstämmer". Mit diesem Projekt sollen alte, vom Aussterben bedrohte Hochstammsorten wieder vermehrt in Triesen angebaut und gepflegt werden. Mit der Bereitstellung der Mosterei soll der Bevölkerung ermöglicht werden, den "Lebenszyklus des Apfels" zu vervollständigen, indem die geernteten Früchte sachgerecht und lokal verwertet werden.

 

 

Weitere Informationen über die Mostsaison und den Familienbetrieb der Brennerei Teiser sind auf der Homepage www.telser.li abrufbar.

 

16.11.02 Hohe Auszeichnung für die Brennerei Telser

 

Bei der vom Schweizer «Schnaps Forum» kürzlich durchgeführten Prämierung der besten Schweizer Destillate wurde Liechtensteins einzige Brennerei, die Brennerei Telser in Triesen, für ihren «Kirsch Reserve 1998» mit einer Goldmedaille sowie der Auszeichnung «Schnaps des Jahres» ausgezeichnet.

 

Die fachmännische Jury testete 250 Destillate aus der ganzen Schweiz. Dem «Kirsch Reserve 1998» der Brennerei Telser wurden hierbei 19 von maximal 20 Punkten auf dem «Wädenswiler Schema» zugesprochen. Bei der Zweitverkostung unter allen mit Gold prämierten Produkten derselben Kategorie wurde der «Kirsch Reserve 1998» zusätzlich zum «Schnaps des Jahres» gekürt. «Sauber, volles Kirschenaroma, schöner Steinton, Schokolade, dicht», bewertete die Jury.

 

Die Bemühungen der Triesner Brennerei, qualitativ hochwertige Edelbrände herzustellen, haben sich somit gelohnt. Die traditionsreiche Brennerei Telser im Herzen des Triesner Oberdorfs hat über die Grenzen hinweg einen hervorragenden Ruf. Ihr Hauptgeschäft ist die Lohnbrennerei, das heisst das Destillieren von Früchten von Kunden. Daneben stellt sie verschiedene Eigenbrände her, so zum Beispiel diverse Sorten Mare, Birnen, Obstler, Kräuter und Zwetschgen, welche mittels Direktverkauf erstanden werden können. Es handelt sich dabei um vollständig handgefertigte Naturprodukte, welche traditionell weder geschönt, noch gezuckert werden. Sie sind allesamt «ein Destillat der Früchte der Sonne» und werden nur in kleinen Mengen hergestellt.

 

Das begehrte Destillat ist nur in sehr beschränkter Menge erhältlich. Die verschiedenen Destillate der Brennerei Telser können direkt bei der Brennerei an der Dorfstrasse 67 in Triesen bezogen werden.